05 Dec 2022

Der Seesternbaum

Der Seesternbaum

Hätten Sie es gewusst? Der Seesternbaum hat nichts mit den im Meer lebenden Seesternen zu tun, sondern mit dem Amerikanischen Amberbaum Liquidambar styraciflua. Diese Baumart hat den deutschen Trivialnamen den sternenförmigen fünfzackigen Blättern zu verdanken, die oftmals auch mit den Ahornblättern verwechselt werden. Glänzende, ledrige Blätter, die einzeln (also wechselständig) und nicht paarweise (gegenüberliegend) an den Zweigen angeordnet sind, unterscheiden den Seesternbaum von den vielen Ahornarten. Die korkartige Rindenstruktur ist ebenfalls ein typisches Erkennungsmerkmal für den Seesternbaum. Übersetzt bedeutet der lateinische Name des Seesternbaums „flüssiges Bernstein“. Die im östlichen Nordamerika beheimatete Baumart wurde früher zu den Zaubernussgewächsen (Hamamelidaceae) gerechnet und zählt heutzutage zu der Pflanzenfamilie der Altingiaceae.

Fälschlicherweise wird der Seesternbaum auch als Styrax bezeichnet. Allerdings hat Liquidambar styraciflua nichts mit den Storaxbaumgewächsen (Styracaceae) zu tun. Die Harze des Echten Storaxbaums (Styrax officinalis) werden seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin sowie als Weihrauch genutzt.

In Amerika hat das aromatische Harz des Seesternbaums Geschichte geschrieben und gilt als Vorläufer des Kaugummis. Wenn die Rinde des Seesternbaums verletzt wird, tritt aus der Wundstelle ein wohlriechender Saft aus, der sehr gut schmeckt. Heutzutage werden die Inhaltsstoffe für die Herstellung von Kosmetika und Heilmitteln verwendet. Neben dem Harz liefert der Seesternbaum ein gefragtes rahmweißes Splintholz und ein rötlichbraunes Kernholz, welches für den Möbel- und Innenausbau genutzt wird.

Die Rückkehr des Seesternbaums nach Europa

Vor 300 Jahren kam der sommergrüne Seesternbaum wieder nach Europa zurück, wo er vor der Eiszeit in zahlreichen Regionen natürlich vorkam. Nach der Rückkehr auf unseren Kontinent wurde der Liquidambar styraciflua als Zierbaum in Parkanlagen gepflanzt. Darum gibt es besonders in England einige sehr alte große Exemplare des Seesternbaums auf den Grundstücken der herrschaftlichen Anwesen.

Die Verwendung der Seesternbäume in Deutschland

In Deutschland wird der Seesternbaum hauptsächlich als Zier- und Parkbaum eingesetzt. Einerseits lässt sich das auf die seesternförmigen, hübschen Blätter und andererseits auf die beeindruckende Laubfärbung zurückführen. Des Weiteren gibt es diverse klein- und säulenförmig wachsende Kultivare mit geringerem Platzbedarf und begrenzter Wuchshöhe, die sich für Hausgärten sehr gut eignen. Wegen der Resistenz gegenüber Abgasen und Überschwemmungen sowie der unglaublichen Ausstrahlung des Herbstlaubes hat die Popularität des Seesternbaums in den letzten Jahren nochmals deutlich zugenommen.
In den spezialisierten Baumschulen finden Sie kleinwüchsig gezüchtete Sorten des Seesternbaums, die sich auch für die Kübelbepflanzung eignen. Baumkronen in einer Dachform und Spaliere ergänzen das vielseitige Angebot an dieser Laubbaumart. Seesternbäume setzen Akzente und sind aus der modernen Gartenplanung nicht mehr wegzudenken.

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Hätten Sie es gewusst? Der Seesternbaum hat nichts mit den im Meer lebenden Seesternen zu tun, sondern mit dem Amerikanischen Amberbaum Liquidambar styraciflua. Diese Baumart hat den deutschen Trivialnamen den sternenförmigen fünfzackigen Blättern zu verdanken, die oftmals auch mit den Ahornblättern verwechselt werden. Glänzende, ledrige Blätter, die einzeln (also wechselständig) und nicht paarweise (gegenüberliegend) an den Zweigen angeordnet sind, unterscheiden den Seesternbaum von den vielen Ahornarten. Die korkartige Rindenstruktur ist ebenfalls ein typisches Erkennungsmerkmal für den Seesternbaum. Übersetzt bedeutet der lateinische Name des Seesternbaums „flüssiges Bernstein“. Die im östlichen Nordamerika beheimatete Baumart wurde früher zu den Zaubernussgewächsen (Hamamelidaceae) gerechnet und zählt heutzutage zu der Pflanzenfamilie der Altingiaceae.

Fälschlicherweise wird der Seesternbaum auch als Styrax bezeichnet. Allerdings hat Liquidambar styraciflua nichts mit den Storaxbaumgewächsen (Styracaceae) zu tun. Die Harze des Echten Storaxbaums (Styrax officinalis) werden seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin sowie als Weihrauch genutzt.

In Amerika hat das aromatische Harz des Seesternbaums Geschichte geschrieben und gilt als Vorläufer des Kaugummis. Wenn die Rinde des Seesternbaums verletzt wird, tritt aus der Wundstelle ein wohlriechender Saft aus, der sehr gut schmeckt. Heutzutage werden die Inhaltsstoffe für die Herstellung von Kosmetika und Heilmitteln verwendet. Neben dem Harz liefert der Seesternbaum ein gefragtes rahmweißes Splintholz und ein rötlichbraunes Kernholz, welches für den Möbel- und Innenausbau genutzt wird.

Die Rückkehr des Seesternbaums nach Europa

Vor 300 Jahren kam der sommergrüne Seesternbaum wieder nach Europa zurück, wo er vor der Eiszeit in zahlreichen Regionen natürlich vorkam. Nach der Rückkehr auf unseren Kontinent wurde der Liquidambar styraciflua als Zierbaum in Parkanlagen gepflanzt. Darum gibt es besonders in England einige sehr alte große Exemplare des Seesternbaums auf den Grundstücken der herrschaftlichen Anwesen.

Die Verwendung der Seesternbäume in Deutschland

In Deutschland wird der Seesternbaum hauptsächlich als Zier- und Parkbaum eingesetzt. Einerseits lässt sich das auf die seesternförmigen, hübschen Blätter und andererseits auf die beeindruckende Laubfärbung zurückführen. Des Weiteren gibt es diverse klein- und säulenförmig wachsende Kultivare mit geringerem Platzbedarf und begrenzter Wuchshöhe, die sich für Hausgärten sehr gut eignen. Wegen der Resistenz gegenüber Abgasen und Überschwemmungen sowie der unglaublichen Ausstrahlung des Herbstlaubes hat die Popularität des Seesternbaums in den letzten Jahren nochmals deutlich zugenommen.
In den spezialisierten Baumschulen finden Sie kleinwüchsig gezüchtete Sorten des Seesternbaums, die sich auch für die Kübelbepflanzung eignen. Baumkronen in einer Dachform und Spaliere ergänzen das vielseitige Angebot an dieser Laubbaumart. Seesternbäume setzen Akzente und sind aus der modernen Gartenplanung nicht mehr wegzudenken.