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Gebietseigene Gehölze oder heimische Gehölze?

Wenn man flüchtig darüber hinweg liest, denkt man als Nicht-Botaniker: Ist das nicht dasselbe? Es wird Sie vielleicht überraschen, aber zwischen den beiden Begriffen heimisch und gebietseigen besteht ein erheblicher Unterschied.

Als gebietseigen (häufig wird gebietsheimisch gesagt) werden Gehölze bezeichnet, die aus den Samen der regional vorkommenden Pflanzen stammen. Über viele Generationen hinweg haben sich die Gehölze einer Region auf die dort vorherrschenden Bedingungen bezüglich des Klimas und der Umwelt eingestellt. Dadurch vertragen diese Pflanzen die heimatlichen Lebensumstände besser als dieselben Arten aus anderen Regionen. In Bezug auf die Anpassung an die Standortbedingungen unterscheiden sich also die Hainbuchen aus dem Norddeutschen Tiefland und die Hainbuchen aus dem Alpenvorland. Seit 2020 dürfen lediglich gebietseigene Gehölze in der freien Natur gepflanzt werden. Ziel dieser Naturschutzbestimmung ist, die regionale Biodiversität zu schützen und zu erhalten. Allerdings werden Bäume in Gärten, Siedlungen, Grünanlagen und Industriegebieten sowie Straßen- und Friedhofsbäume von dem strengen Bundesnaturschutzgesetz ausgenommen. Bei Baumpflanzung in urbanen Gebieten brauchen Sie als Gartenbesitzer nicht darauf zu achten, ob eine gebietseigene Herkunft vorliegt.

 

Was versteht man unter heimischen Gehölzen?

Unter einem heimischen Gehölz versteht man, dass die jeweilige Art in der betreffenden Region natürlich vorkommt. Heimische Baumarten haben sich auf natürliche Weise – auch mithilfe des Menschen – verbreitet und gehören seit Jahrhunderten in die betreffende Gegend. Verschiedene Tier- und Pflanzenarten passten sich an diese Baumpopulationen an und entwickelten ein stabiles Ökosystem.

Mit der Pflanzung heimischer Baumarten im eigenen Garten bietet man einer Unzahl an Lebewesen eine Nahrungsgrundlage und ein Zuhause. Heimische Baumarten im Privatgarten unterstützen somit die heimische Fauna und schränken die Ausbreitung invasiver Arten ein.

 

Venovi führt einige in Deutschland heimische Baumarten im Sortiment, die Sie ohne Bedenken in Gärten und Anlagen pflanzen dürfen.

Wir möchten Ihnen vier verschiedene heimische Baumarten mit Hochstämmen vorstellen:

 

- Spitzahorn

Der Spitzahorn | Acer platanoides ist einer der am häufigsten vorkommenden Baumarten in urbanen Gebieten. Garten- und Parkgestalter pflanzen diese markante Baumart wegen des wunderbaren Blattschmucks im Herbst. Gegenüber Industriebelastungen ist der Spitzahorn erstaunlich widerstandsfähig.

 

- Stiel-Eiche

Die Stiel-Eiche | Quercus robur ist die am weitesten verbreitete Eichenart Mitteleuropas. Stiel-Eichen bilden ein dichtes Blätterdach und bringen im Herbst die bekannten Eicheln hervor. Die Wurzel des Hochstammbaums ist äußerst sturmfest. Stiel-Eichen gedeihen auf stark verdichteten Böden.

 

- Carpinus betulus

Die Hainbuche Weißbuche | Carpinus betulus – auch als Weißbuche bekannt – ist eine Mitteleuropäerin. Hervorzuheben ist die Widerstandfähigkeit gegen Krankheiten. Eine ideale Voraussetzung für die Pflanzung im Garten ist die Schnittfähigkeit des Baums. Sie erlaubt eine Erziehung als Kugelbaum und Hochhecke.

 

- Winterlinde

Die hochstämmige Winterlinde | Tilia cordata – auch als Herzblättrige Linde bekannt – ist ein sommergrüner Laubbaum und eine echte Bienen-Futterpflanze. Betörend ist der herrliche Blütenduft von Ende Juni bis in den Juli hinein. Diese Baumart wird uralt und kommt vorwiegend in den Mittelgebirgen Deutschlands vor.

 

Die heimischen Bäume aus dem Sortiment von Venovi sind als Hochstamm-Bäume kultiviert und werden in vier verschiedenen Größenklassen geliefert. Das bietet Gartenbesitzern einen deutlichen Vorsprung bei der Bepflanzung von Wohnanlagen. Sie können sich bei Venovi für Bäume mit einer Mindesthöhe von 300 cm und einer Maximalhöhe von 550 cm entscheiden.

Gebietseigene Gehölze oder heimische Gehölze? Venovi erklärt den Unterschied